Wednesday, 25. june 2008
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15:33

Was gibt es schöneres, als morgens bei einem starken Kaffee die Tageszeitung auf dem Frühstückstisch auszubreiten? Erst
den Politikteil, dann den Feuilleton und anschließend noch ein wenig Sport. Wenn es nach
Ryosuke Kuwata
geht, wird dieses Vergnügen jedoch alsbald der Vergangenheit angehören. Er ist Vizepräsident von
E Ink, einem Hersteller ultraflacher Displays für
elektronische Zeitschriften.
Laut Kuwata befinden sich bereits einige große japanische Zeitungsverlage in Testphasen des neuen Mediums. Bewegungen in Richtung E-Paper, die auch für den Leser spürbar sind, soll es schon ab
Sommer 2009 geben. Doch auch europäische und amerikanische Unternehmen zeigen großes Interesse in E Ink. So habe
Hearst Corp, ein
Medien-Konzern, zu dem unter anderem das Magazin Cosmopolitan und der Sportsender ESPN gehören, in E Ink investiert. Auch die französische Le Monde zeige interesse an einem graduellen Wechsel von
Papier zu Silikon.
Wenn es nach Rysouke Kuwata geht, wird die traditionelle, laut raschelnde und sperrige Tageszeitung bald einer geräuscharmen, biegsamen und platzsparenden Version aus Silikon und Silizium
weichen.
von P.uhlenbrock
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